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» Lieber Körbe werfen als Körbe
kriegen.«
(unsere
Einstellung)
» Jede
kleine Ehrlichkeit ist besser als eine grosse Lüge.«
(DA
VINCI)
» Behandle
die Menschen so, als wären sie, was sie sein sollten,und du hilfst
ihnen zu werden, was sie sein können..«
(GOETHE)
» Gegen
Angriffe kann man sich wehren, gegen Lob ist man machtlos.«
(FREUD)
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Sportart - So gehts zu
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| Entstehung: |
Basketball war neben Tischtennis eine
der ersten Sportarten, die von Menschen mit körperlicher Behinderung
ausgeübt wurde. Diese Sportarten wurden vor allem nach dem zweiten
Weltkrieg entweder als therapeutische Maßnahme eingesetzt oder von
Begeisterten ausgeübt. Ausrüstung, Bekanntheitsgrad und Verbreitung
sind mit dem heutigen Standard nicht vergleichbar, da diese Pioniere
von Außenstehenden und manchmal auch von Familienmitgliedern für
verrückt erklärt wurden. Doch nach und nach, vor allem wegen der
Möglichkeit sportlich-spielerisch Therapie zu betreiben - Basketball
ist für Rollstuhlfahrer aus therapeutischer Sicht ein sehr gesunder
Sport - sowie dem Drang jedes Menschen, sich sportlich zu betätigen,
setzte sich der Rollstuhlbasketballsport sowie der gesamte
Behindertensport durch.
Heute wird der Behindertensport in den europäischen und
nordamerikanischen Ländern sowie in Australien schon als Spitzensport
angesehen, die Zahl jener Länder, die Behindertensport als reine
therapeutische Unterstützung sehen, nimmt beständig ab.
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| Ausrüstung: |
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Das Sportgerät - der
Basketballrollstuhl - ist ein sehr teures Sportgerät, ein Rollstuhl der
mittleren Klasse kostet in etwa 4.500,--Euro. Durch die
Abnützungs-erscheinungen benötigt jeder Spieler nach 5-10 Jahren ein
neues Sportgerät.
Ein Basketballrollstuhl wiegt etwa 10-15 kg. Er hat neben zwei
Hochdruckreifen (ca. 12 bar), deren Größe 24 oder 26 Zoll beträgt, zwei
kleine Rollerskater Räder. Immer häufiger findet man auch noch ein
fünftes, ebenfalls Rollerskater Rad als Stützrad, das dem Spieler
erlaubt, sich zurückzulehnen ohne nach hinten hinauszukippen. Im
Rollstuhlbasketball werden keine "Standard"- Rollstühle verwendet,
sondern richtige Hightech-Maschinen. Durch einen Sturz (Neigung der
Räder) ist ein Spieler viel wendiger als in seinem Alltagsrollstuhl.
Natürlich wird auch immer das Gewicht der Stühle optimiert. Besonders
wichtig für einen Spieler ist die optimale Sitzposition in seinem
Stuhl. Die Sitzhöhe variiert stark, Spieler mit leichter Behinderung
sitzen meist deutlich höher als Spieler mit schwerer Behinderung, da
sie stabiler sitzen können. Maximale Sitzhöhe ist 52cm.
Ein neuwertiger Basketball-Rollstuhl hat auch seinen Preis - ca.
3000-5000,- Euro!
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links
ein Meyra Basketballrollstuhl , rechts ein Modell von Sopur
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| Regeln: |
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Grundsätzlich sind die Unterschiede
zum "normalen" Basketball nicht sehr groß.
Die Körbe im Rollstuhlbasketball haben die gleiche Höhe wie jene in der
österreichischen Basketballbundesliga oder in der NBA - 3,05m. Dadurch,
dass ein Rollstuhlfahrer im Sitzen niemals die gleiche Größe erreicht
wie ein gehender Basketballspieler, muss man vom Rollstuhl aus zwar
mehr Kraft beim Wurf anwenden, es gibt aber trotzdem
Rollstuhlbasketballspieler, die eine sehr hohe Trefferquote von außen
erreichen; hierfür ist natürlich ein wenig härteres Wurftraining
notwendig als im "normalen" Basketball. Auch die Entfernung der
Dreipunktelinie vom Korb ist dieselbe.
Einer der zwei wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Sportarten
besteht im Dribbeln des Balles. Im Rollstuhlbasketball ist es einem
Spieler erlaubt, zweimal seine Treibreifen so zu berühren, dass er
seine Richtung ändert, bevor er einmal mit dem Ball dribbeln muss. Er
darf dies aber beliebig oft wiederholen, solange er nach zweimaligem
Antauchen wieder mindestens einmal mit dem Ball dribbelt. Die Regel des
Doppel-Dribblings gibt es also in unserem Sport nicht.
Auch im Rollstuhlbasketball werden die selben Regeländerungen wie im
"normalen" Basketball angewandt, d. h. ein Spiel besteht jetzt aus vier
Vierteln zu je zehn Minuten; nach 24 Sekunden muss ein Wurf, der den
Korbring berührt, erfolgen; nach acht Sekunden muss der Ball über der
Mittellinie sein; ab dem 4. Mannschaftsfoul pro Viertel gibt es nach
jedem Foul zwei Freiwürfe; ...
Der wohl größte Regelunterschied liegt in der sog. Punkteregel.
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| Die "Punkteregel" |
Sinn der sog. Punkteregel ist es,
dass möglichst viele Spieler unterschiedlichsten Behinderungsgrades in
der selben Mannschaft spielen können. Im Gegensatz zum Schwimmsport
oder zur Leichtathletik gibt es im Basketball die Möglichkeit, dass
Spieler verschiedener Klassifizierungsklassen ohne Nachteile eines
einzelnen zusammen spielen können.
Jeder Spieler, egal ob beinamputiert, querschnittgelähmt oder
vollkommen gesund, erhält eine bestimmte Punktezahl. Ein vollkommen
Gesunder - er darf nicht an internationalen Bewerben teilnehmen -
erhält die höchste Punkteanzahl von 4,5. Ein Unterschenkelamputierter
erhält in den meisten Fällen ebenfalls 4,5 Punkte. Ein
oberschenkelamputierter und ein leicht hinkender Spieler erhalten ca.
4,0 Punkte, Spieler, die nur schwer oder gar nicht gehen können, aber
ihre Oberschenkel nach außen drücken können (Diese Muskelfunktion ist
vor allem wegen der Möglichkeit, sich so besser im Rollstuhl
stabilisieren zu können, von großer Wichtigkeit für die
Punkteeinteilung), erhalten je nach Schwere ihrer Einschränkung 3,5
oder 3,0 Punkte. Alle Spieler, die ihre Oberschenkel nicht nach außen
drücken können, erhalten je nach der Stärke ihrer Bauchmuskeln 2,5 bis
1,0 Punkte. Ein Spieler mit 1,0 Punkten hat kaum die Fähigkeit, seine
Bauchmuskeln anzuspannen.
Die fünf Spieler, die zur selben Zeit auf dem Spielfeld stehen und
spielen, dürfen zusammen nicht mehr als 14,5 Punkte haben.
International wurde die Punktegrenze sogar mit 14,0 Punkte festgesetzt.
In Österreich gibt es außerdem die Regel, dass Spieler unter 21 Jahren
einen Punkt weniger erhalten. |
Hier gibt es das aktuele Regelwerk als Download: RBB
Regeln 08 |
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